Welche ätherischen Öle wo anwenden?
- Jessica Tunis Mannen

- 20. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Dez. 2025

Die folgende Übersicht spiegelt meine persönliche Herangehensweise wider, die sich über viele Jahre in der Praxis bewährt hat. Sie soll keine festen Regeln aufstellen, sondern dir als sanfte Orientierung dienen – besonders dann, wenn du noch neu im Umgang mit ätherischen Ölen bist und dir etwas Struktur wünschst.
Ätherische Öle wirken nicht nur dort, wo sie aufgetragen werden, sondern immer ganzheitlich. Dennoch gibt es Körperbereiche, an denen sie sich im Alltag besonders bewährt haben – sei es für Entspannung, Erdung, Atmung oder einfach als liebevolles Ritual für dich selbst.
Nimm diese Übersicht daher als Einladung zum Ausprobieren. Höre auf dein eigenes Körpergefühl, bleib neugierig – und finde mit der Zeit deinen ganz persönlichen Weg im Umgang mit ätherischen Ölen.
Gesicht
Das Gesicht wird oft gewählt, um ein klares, gesund aussehendes Hautbild zu unterstützen. Gleichzeitig ist es ein sehr sensibler Bereich, der sich besonders gut für achtsame Pflege- und Entspannungsrituale eignet.Viele Menschen verbinden die Anwendung im Gesicht mit bewusster Selbstfürsorge: langsames Einmassieren, ruhige Atmung und ein Moment nur für sich selbst. Gerade abends kann dies helfen, den Tag loszulassen und innerlich zur Ruhe zu kommen. Wichtig ist hier immer eine gute Verdünnung und ein behutsamer Umgang.
Ätherische Öle: Salubelle, Weihrauch, Lavendel, Geranie, Rose, Neroli, Sandelholz, Copaiba, Blauer Rainfarn, Yarrow|Pom, HD Clear ...
Nacken & Schultern
Nacken und Schultern gehören zu den klassischen Stellen, an denen sich mentale Belastung und Anspannung sammeln. Gedankenstress, lange Bildschirmzeiten oder emotionale Überforderung zeigen sich oft genau hier.Öle werden in diesem Bereich häufig als entlastend empfunden und können helfen, das Gefühl von „zu viel im Kopf“ sanft zu lösen. Viele nutzen diese Stelle bewusst am Abend oder nach intensiven Tagen, um Spannung abzubauen und den Übergang in Ruhephasen zu unterstützen.
Ätherische Öle: Deep Blue, Lavendel, Weihrauch, Majoran, Pfefferminze, AromaTouch, Copaiba, Past Tense ...
Brustbereich
Der Brustbereich wird oft mit Geborgenheit, Offenheit und emotionaler Stabilität in Verbindung gebracht. Anwendungen hier können dabei helfen, wieder tiefer zu atmen und sich innerlich zu öffnen.Gerade bei Gefühlen wie Herzschmerz, Traurigkeit oder Enttäuschung empfinden viele Menschen diesen Bereich als tröstend und stabilisierend. Die Öle werden meist sanft aufgetragen und bewusst wahrgenommen – weniger als „Anwendung“, mehr als emotionales Ritual.
Ätherische Öle: Weihrauch, Eukalyptus, Air, Zypresse, Douglasie, Kardamom, Sibirische Tanne, Rose, Geranie, Sandelholz, Ylang Ylang ...
Rücken
Der Rücken gilt als zentraler Anwendungsort zur ganzheitlichen Unterstützung des Körpers. Entlang der Wirbelsäule verlaufen wichtige Nervenbahnen, weshalb Anwendungen hier oft als tiefgehend und ausgleichend wahrgenommen werden.Besonders der untere Rücken wird häufig einbezogen, wenn es um Stabilität, Halt und Entspannung geht. Öle lassen sich hier gut großflächig einmassieren, idealerweise langsam und achtsam.
Ätherische Öle: Weihrauch, Copaiba, Serenity, On Guard, Sandelholz, Copaiba, Lavendel, Aromatouch, Align, DDR Prime ...

Füße
Die Füße sind ein idealer Anwendungsort für sofortige Erdung. Viele empfinden Anwendungen hier als besonders ausgleichend, weil sie helfen, wieder „im Körper anzukommen“.Da die Haut an den Fußsohlen weniger empfindlich ist, eignen sie sich auch gut für Einsteiger. Anwendungen an den Füßen werden häufig abends genutzt, um den Tag bewusst abzuschließen und den gesamten Körper in einen ruhigeren Zustand zu begleiten.
Ätherische Öle: Vetiver, Zedernholz, Weihrauch, Copaiba, Sandelholz, Patchouli, Zypresse, Narde, Douglasie, Balance, On Guard, Oregano, Serenity, Anchor, Shinrin Yoku ...
Schädelbasis
Die Schädelbasis wird oft gewählt, um Stimmung und emotionale Ausgeglichenheit zu unterstützen. Dieser Bereich reagiert sensibel und wird von vielen als tief entspannend empfunden.Ein kleiner Tropfen, sanft einmassiert, kann helfen, innere Unruhe zu beruhigen und das Gedankenkarussell langsamer werden zu lassen. Besonders in stillen Momenten oder vor dem Schlafengehen wird dieser Punkt gerne genutzt.
Ätherische Öle: Balance, Weihrauch, In Tune, Deep Blue, Copaiba, Sandelholz, Arise, Heiliger Basilikum, Adaptiv, Purify ...
Bauch
Der Bauch steht in enger Verbindung mit dem Verdauungstrakt, aber auch mit Intuition und emotionalem Erleben. Anwendungen hier werden häufig genutzt, um das innere Gleichgewicht zu unterstützen.Viele Menschen verbinden den Bauch mit Schutz, Abgrenzung und dem sogenannten „Bauchgefühl“. Sanfte, kreisende Bewegungen können dabei helfen, wieder mehr Vertrauen in die eigene innere Stimme zu entwickeln.
Ätherische Öle: ZenGest, Ingwer, Fenchel, Koriander, Pfefferminze, Kardamom, Basilikum, Zitrone, Copaiba, Wildorange, SuperMint, Grüne Minze ...
Inhalieren direkt aus der Flasche
Das Inhalieren direkt aus der Flasche ist eine der schnellsten Formen emotionaler Unterstützung. Der Duft erreicht das limbische System unmittelbar und kann bei Stress, Überforderung oder innerer Unruhe sehr hilfreich sein.Diese Methode eignet sich besonders unterwegs oder in Momenten, in denen keine Zeit für eine ausführliche Anwendung ist.
Schnelle emotionale Unterstützung – gezielte Punkte
Für kurze, alltagstaugliche Anwendungen werden häufig folgende Stellen gewählt:
Handgelenke
Innenseite der Unterarme
Über dem Herzen
Innenseite der Ellenbeugen
Hinter den Ohren
Diese Punkte sind leicht zugänglich und ermöglichen es, den Duft bewusst wahrzunehmen, ohne viel Aufwand. Viele nutzen sie als kleinen emotionalen Anker im Alltag.
Auch hier gilt: Das sind keine festen Regeln, sondern bewährte Möglichkeiten. Dein Körpergefühl entscheidet immer, was sich stimmig anfühlt. Ätherische Öle dürfen begleiten, unterstützen und Impulse geben – ganz in deinem Tempo.
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