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Warum ätherische Öle in der Hautpflege immer beliebter werden

Aktualisiert: 29. Nov. 2025

Die Haut ist unser größtes Organ und spiegelt oft wider, was im Inneren vor sich geht: Stress, Hormone, Schlaf, Ernährung und Emotionen. Gleichzeitig ist sie unser täglicher Schutzschild gegen äußere Einflüsse. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen ihrer Haut etwas Natürliches und Wirkungsvolles gönnen möchten – fernab von aggressiven Inhaltsstoffen oder synthetischen Duftstoffen.

Ätherische Öle gehören heute zu den spannendsten natürlichen Wirkstoffen in der Hautpflege. Sie sind hochkonzentrierte Pflanzenessenzen, die nicht nur den Zustand der Haut beeinflussen können, sondern auch auf emotionaler Ebene eine unterstützende Wirkung entfalten. Das macht sie zu einzigartigen Begleitern in der ganzheitlichen Hautpflege.


Ob empfindliche Haut, Unreinheiten, Trockenheit, Mischhaut oder reife Haut – es gibt kaum einen Hauttyp, für den es nicht die passende Auswahl an ätherischen Ölen gibt. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Öle zu verwenden, sondern die richtigen auszuwählen und sie korrekt zu verdünnen. Richtig eingesetzt können ätherische Öle beruhigen, regulieren, klären, tonisieren oder intensiv pflegen – ganz nach dem individuellen Hautbedürfnis.


In diesem Beitrag erfährst du, welche ätherischen Öle sich für die verschiedenen Hauttypen eignen, wie sie wirken und wie du sie sicher in deine tägliche Pflegeroutine integrieren kannst. Egal, ob du dein eigenes Serum mischen, deine Creme anreichern oder eine komplette Naturkosmetik-Routine aufbauen möchtest – die Pflanzenwelt bietet dir alles, was du dafür brauchst.


Ätherische Öle für die Hautpflege

1. Empfindliche & irritierte Haut

Wie sie sich zeigt: schnell gerötet, reagiert stark auf Produkte, spannt oder brennt leicht.

Ziel: Beruhigung, Schutz, Stärkung der Hautbarriere.


Passende ätherische Öle & ihre Hautwirkung

  • Lavendel: beruhigt gereizte Haut und fördert eine ausgeglichene Hautreaktion.

  • Strohblume (Helichrysum): unterstützt die Regeneration und wirkt wunderbar bei strapazierter Haut.

  • Weihrauch: stärkt die Hautstruktur und unterstützt ein ebenmäßiges Hautbild.

  • Römische Kamille: sehr sanft, ideal bei empfindlicher oder reaktiver Haut.

  • Blue Tansy: ausgleichend, reduziert Spannungsgefühle.

  • Myrrhe: pflegt trockene, rissige oder angegriffene Haut.

  • Copaiba: milde Unterstützung bei gereizten Hautbereichen.

  • Rose: feuchtigkeitsspendend und ideal bei empfindlicher oder trockener Haut.

  • Yarrow-Pom: Es wirkt ausgleichend, reizt nicht und unterstützt die Haut dabei, wieder zur Ruhe zu kommen.


2. Reife Haut & Fältchen

Wie sie sich zeigt: trockener, weniger elastisch, feine Linien werden sichtbarer.

Ziel: Glättung, Regeneration, gesunde Hautstruktur.


Passende Öle

  • Weihrauch: unterstützt die Zellregeneration und verfeinert das Hautbild.

  • Myrrhe: stärkt die Hautbarriere und wirkt pflegend bei trockener, reifer Haut.

  • Geranie: reguliert, glättet und fördert ein ausgeglichenes Hautbild.

  • Salubelle: kraftvolle Mischung zur Unterstützung reifer und anspruchsvoller Haut.

  • Rose: intensiv pflegend und feuchtigkeitsspendend.

  • Sandelholz: glättet und bewahrt Feuchtigkeit.

  • Immortelle: regenerierend und stärkend.

  • Blue Tansy: ausgleichend für ein glatteres Erscheinungsbild.

  • Yarrow Pom: unterstützt die Haut dabei, glatter und vitaler zu wirken. Die Kombination aus Schafgarbe und Granatapfelkernöl stärkt die Hautbarriere, pflegt intensiv und kann das Erscheinungsbild feiner Linien positiv beeinflussen.


3. Hautunreinheiten

Wie sie sich zeigt: Pickel, verstopfte Poren, Unebenheiten.

Ziel: Klärung, Reinigung, Porenverfeinerung.


Passende Öle

  • Teebaum: klärend, reinigt Poren.

  • Geranie: reguliert Talg und verfeinert das Hautbild.

  • Zitrone: reinigend und erfrischend.

  • Zypresse: verfeinert und harmonisiert fettige Partien.

  • Copaiba: beruhigt problematische Haut.

  • Lavendel: unterstützt gereizte Stellen.

  • Weihrauch: klärt und verbessert das Erscheinungsbild problematischer Haut.

  • Lemongrass: reinigend (immer gut verdünnen).


4. Fettige Haut

Wie sie sich zeigt: glänzende Haut, vergrößerte Poren, Talgüberschuss.

Ziel: Regulation der Talgproduktion, mattierteres Hautbild.


Passende Öle

  • Geranie: einer der besten Talgregulatoren.

  • Wacholderbeere: klärend und ausgleichend.

  • Teebaum: reinigend und porenverfeinernd.

  • Muskatellersalbei: reguliert überschüssigen Talg.

  • Zypresse: verfeinert und tonisiert.

  • Grapefruit: erfrischt und wirkt regulierend.

  • Lemongrass: verfeinert Poren.

  • Eukalyptus: klärend für ölige Partien.


5. Straffung & Tonisierung

Wie sie sich zeigt: müdes Erscheinungsbild, weniger Festigkeit, erschlaffte Bereiche.

Ziel: Tonisieren, Vitalität, festigeres Hautbild.


Passende Öle

  • Zypresse: tonisierend und verfeinernd.

  • Grapefruit: erfrischt und unterstützt ein strafferes Erscheinungsbild.

  • Lemongrass: kann das Hautbild sichtbar straffer wirken lassen.

  • Geranie: unterstützt Elastizität und Vitalität.

  • Rosmarin: fördert ein frisches Hautbild.

  • Weihrauch: glättend, festigend.

  • Sandelholz: pflegt reife Haut und lässt sie praller wirken.

  • Wacholderbeere: tonisierend.


6. Abschwellend / Anti-Puffiness

Wie es sich zeigt: müde, leicht geschwollene oder „puffy“ Partien.

Ziel: Entlastung, ein frisches Hautbild.


Passende Öle

  • Weihrauch: beruhigt und harmonisiert.

  • Muskatellersalbei: ausgleichend.

  • Römische Kamille: besänftigt empfindliche Bereiche.

  • Ylang Ylang: pflegt und entspannt.

  • Rosmarin: vitalisiert und unterstützt ein wacheres Erscheinungsbild.

  • Zypresse: tonisiert.

  • Immortelle: regenerierend bei beanspruchten Zonen.

  • Wacholderbeere: ausgleichend.


7. Trockene Haut

Wie sie sich zeigt: spannt, wirkt rau, produziert wenig eigenen Talg.

Ziel: Feuchtigkeit, Nährstoffe, Stärkung der Hautbarriere.


Passende Öle

  • Rose: intensiv feuchtigkeitsspendend.

  • Sandelholz: bewahrt Feuchtigkeit.

  • Lavendel: beruhigt trockene, gespannte Haut.

  • Myrrhe: nährt und stärkt die Hautbarriere.

  • Immortelle: regenerierend bei sehr trockener Haut.

  • Ylang Ylang: bewahrt Feuchtigkeit.

  • Weihrauch: glättet und harmonisiert.

  • Geranie: bringt Trockenheit und Fettgehalt in Balance.

  • Yarrow-Pom: hilft, Feuchtigkeit besser zu halten und sorgt für ein geschmeidigeres Hautgefühl, ohne die Poren zu belasten.


8. Mischhaut

Wie sie sich zeigt: ölige T-Zone, trockene oder normale Wangenpartien.

Ziel: Ausgleich beider Hautbereiche.


Passende Öle

  • Geranie: sehr ausgleichend für verschiedene Hautzonen.

  • Lavendel: beruhigt und harmonisiert beide Hautbereiche.

  • Weihrauch: unterstützt ein gleichmäßiges Hautbild.

  • Teebaum: klärt ölige Zonen, ohne trockene Haut zu belasten.

  • Wacholderbeere: klärend und harmonisierend.

  • Zedernholz: ausgleichend für Mischhaut.

  • Grapefruit: erfrischt und wirkt regulierend.

  • Römische Kamille: sanft zu trockenen Partien.

  • Yarrow-Pom: ideal, weil es trockene Zonen pflegt, ohne die T-Zone zu beschweren. Es bringt Balance und sorgt für ein harmonischeres Gesamtbild.


Warum manche ätherische Öle bei mehreren Hauttypen wirken


Viele ätherische Öle haben eine ausgleichende oder mehrdimensionale Wirkung auf die Haut. Das bedeutet, sie beeinflussen nicht nur einen einzelnen Faktor (z. B. Talg oder Feuchtigkeit), sondern unterstützen mehrere Prozesse gleichzeitig:


1. Sie wirken regulierend statt einseitig

Öle wie Geranie, Lavendel oder Weihrauch bringen zum Beispiel die Haut in Balance. Das heißt:

  • Wenn die Haut zu viel Talg produziert → regulierend

  • Wenn die Haut zu wenig Talg oder Feuchtigkeit hat → stabilisierend

Diese Öle „drücken“ die Haut nicht in eine Richtung, sondern fördern ein gesundes Gleichgewicht.


2. Sie unterstützen die Hautbarriere

Öle wie Myrrhe, Rose, Sandelholz oder Immortelle stärken die Hautbarriere. Davon profitieren:

  • trockene Haut (braucht Schutz)

  • reife Haut (braucht Regeneration)

  • empfindliche Haut (braucht Beruhigung)

Die Barrierefunktion ist ein Grundthema jeder Hautpflege — deshalb wirken diese Öle so universell.

3. Sie wirken gleichzeitig klärend und pflegend

Einige Öle wie Weihrauch, Lavendel oder Copaiba können:

  • Hautunreinheiten harmonisieren

  • gleichzeitig trockene oder irritierte Stellen beruhigen

Sie reinigen die Haut, ohne auszutrocknen, weshalb sie bei mehreren Hauttypen hilfreich sind.


4. Sie beeinflussen Feuchtigkeit UND Talgproduktion

Einige Pflanzenessenzen — besonders Geranie und Rose — unterstützen:

  • Feuchtigkeitsbewahrung

  • Talgregulation

Dadurch eignen sie sich für:

  • fettige Haut

  • trockene Haut

  • Mischhaut

  • reife Haut

Diese doppelte Wirkung ist in der Naturkosmetik sehr wertvoll.


5. Sie fördern die Hautregeneration unabhängig vom Hauttyp

Öle wie Strohblume, Weihrauch oder Sandelholz wirken regenerierend. Davon profitiert jede Hautform, besonders wenn sie:

  • gestresst

  • irritiert

  • reif

  • unrein

  • trocken

Diese Öle sind wahre Allrounder.


Welche Trägeröl eigenen sich im Gesicht?


Für das Gesicht eignen sich nicht alle Trägeröle gleich gut. Viele pflanzliche Öle sind zwar pflegend, können aber die Poren verstopfen, besonders bei Mischhaut oder unreiner Haut. Jojobaöl ist eine der besten Optionen, weil es dem natürlichen Hauttalg sehr ähnlich ist und deshalb hervorragend einzieht, ohne einen schweren Film zu hinterlassen. Es ist nicht komedogen und unterstützt die Haut darin, sich selbst zu regulieren.


Die besten Trägeröle fürs Gesicht (klicke auf das jeweile Öl für einen Link zum Produkt)


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