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Haartypen & Öle – welche Pflege wirklich Sinn macht

Haare und Kopfhaut haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Während die einen mit schnell fettendem Ansatz kämpfen, haben andere trockene Spitzen, feines Haar ohne Volumen oder eine sensible Kopfhaut, die auf vieles reagiert. Genau deshalb gibt es keine „Einheitslösung“, wenn es um Haarpflege geht.

Ätherische Öle und Trägeröle können eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Haarpflege sein – vorausgesetzt, sie werden gezielt, passend zum Haartyp und richtig angewendet. Sie ersetzen weder Shampoo noch Friseurbesuche, können aber Kopfhaut und Haarstruktur pflegend unterstützen und das Haarbild positiv begleiten.


Im Folgenden findest du eine Übersicht der gängigsten Haartypen und welche Öle sich in der Praxis bewährt haben.


Verschiedene Haartypen und ätherische Öle

1. Fettige Kopfhaut & schuppiges Haar

Typisch:Der Ansatz wird rasch fettig, oft schon nach kurzer Zeit. Die Längen sind dabei häufig normal oder sogar trocken. Ziel ist es, die Kopfhaut auszugleichen, ohne sie zusätzlich zu reizen oder „auszutrocknen“.


Geeignete ätherische Öle

  • Tea Tree Unterstützt ein klares, sauberes Kopfhautmilieu und wird gerne bei unausgeglichener oder schuppenanfälliger Kopfhaut eingesetzt. Gut geeignet für die regelmäßige, verdünnte Anwendung.

  • Cedarwood Wirkt ausgleichend und beruhigend auf die Kopfhaut und unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Talgproduktion. Sehr gut für die kontinuierliche Pflege geeignet.

  • Peppermint Sorgt für ein frisches, kühlendes Kopfhautgefühl. Sollte eher punktuell oder kurweise eingesetzt werden, da eine zu häufige Anwendung die Kopfhaut überstimulieren kann.

  • Lemon / Grapefruit Werden wegen ihrer klärenden Eigenschaften genutzt, besonders bei schnell fettender Kopfhaut. Nur sparsam verwenden und nicht vor direkter Sonneneinstrahlung auf der Kopfhaut anwenden.

  • Eucalyptus Erfrischend und klärend, beliebt bei „schwerer“ oder überpflegter Kopfhaut. Dieses Öl eignet sich nicht für die Daueranwendung, sondern eher für gezielte, kurzfristige Anwendungen.


Passende Trägeröle

  • Jojobaöl: Sehr leicht, zieht gut ein und eignet sich besonders für fettige Kopfhaut.

  • Arganöl (nur für die Längen): Ideal, wenn die Spitzen trocken sind.



2. Trockene, strapazierte oder beanspruchte Haare

Typisch:Das Haar wirkt glanzlos, rau oder spröde, neigt zu Spliss und fühlt sich oft „strohig“ an. Häufig betroffen sind gefärbte, blondierte oder stark beanspruchte Haare.


Geeignete ätherische Öle

  • Lavender: Sehr vielseitig und gut verträglich. Unterstützt die Pflege von Kopfhaut und Haar und eignet sich auch für regelmäßige Anwendungen.

  • Frankincense: Wird gerne zur Pflege trockener Längen und Spitzen eingesetzt und unterstützt ein gesund wirkendes, gepflegtes Haarbild.

  • Sandalwood: Besonders geeignet bei sehr trockenem oder sprödem Haar. Pflegend und nährend, ohne aggressiv zu wirken.

  • Myrrh: Ein intensiveres Pflegeöl für sehr trockene oder sensible Kopfhaut. Eher für gezielte Anwendungen als für den täglichen Gebrauch.

  • Patchouli: Pflegend und erdend, beliebt bei sehr trockener Kopfhaut oder stumpf wirkendem Haar. Gut geeignet für Naturhaar, Locken oder reife Kopfhaut, eher situativ als dauerhaft.


Passende Trägeröle

  • Arganöl: Bewährt für trockene Längen und Spitzen, pflegend ohne zu beschweren.

  • Kokosöl: Geeignet für sehr trockenes, dickes oder lockiges Haar. Für feines oder blondiertes Haar eher ungeeignet, da es beschweren oder das Haar hart wirken lassen kann.



3. Feines oder dünnes Haar

Typisch:Feines Haar liegt schnell platt an, wirkt kraftlos und reagiert sensibel auf schwere Pflegeprodukte. Hier steht Leichtigkeit im Vordergrund.


Geeignete ätherische Öle

  • Rosemary: Unterstützt die Kopfhautpflege, ohne das Haar zu beschweren. Gut geeignet für regelmäßige Anwendungen.

  • Peppermint: Sorgt für Frische und Leichtigkeit. Sehr niedrig dosieren, da feines Haar sonst schnell trocken wirken kann.

  • Geranium: Ausgleichend und pflegend, ohne Schwere. Sehr gut für feines Haar geeignet.

  • Lemongrass: Verleiht ein frisches, sauberes Haargefühl. Sollte nur sparsam und nicht dauerhaft eingesetzt werden, da es austrocknend wirken kann.


Passende Trägeröle

  • Jojobaöl: Sehr leicht und ideal für feines Haar.

  • Arganöl (sehr sparsam): Für trockene Spitzen geeignet.



4. Haarwachstum, Fülle & kräftiger wirkendes Haar

Typisch:Das Haar wirkt müde, verliert an Spannkraft oder fühlt sich leblos an. Der Fokus liegt hier auf der Pflege der Kopfhaut und einem vitalen Haarumfeld.


Geeignete ätherische Öle

  • Rosemary: Wird häufig eingesetzt, um die Kopfhaut zu aktivieren und ein vitales Haarumfeld zu unterstützen. Gut geeignet für regelmäßige, verdünnte Anwendungen.

  • Clary Sage: Unterstützt die Pflege kraftlosen Haares und wird gerne bei dem Wunsch nach mehr Fülle genutzt. Auch für regelmäßige Anwendungen geeignet.

  • Ylang Ylang: Pflegend und ausgleichend, besonders für die Haarlängen. Unterstützt ein geschmeidiges, gepflegtes Haarbild.

  • Basilikum: Frischend und aktivierend, wird traditionell bei müde wirkender oder „träge“ empfundener Kopfhaut eingesetzt. Unterstützt die Kopfhautpflege und kann helfen, das Haar insgesamt vitaler wirken zu lassen.


Wärmende Spezialöle

Diese Öle zählen zu den stark wärmenden, stimulierenden Ölen. Sie werden nicht regelmäßig, sondern gezielt, stark verdünnt und kurweise eingesetzt. Diese Öle sollten in der Regel bei empfindlicher Haut vermieden werden.


  • Ingwer: Wirkt intensiv wärmend und aktivierend. Wird traditionell genutzt, um eine träge oder müde Kopfhaut zu stimulieren und ein aktives Haarumfeld zu unterstützen.

  • Nelke: Sehr intensiv und stark wärmend. Kann in minimaler Dosierung zur gezielten Kopfhautaktivierung eingesetzt werden.

  • Zimt: Eines der stärksten wärmenden ätherischen Öle. Wird ausschließlich in sehr niedriger Dosierung und nur gezielt eingesetzt, um die Kopfhaut kurzfristig zu stimulieren.→ Nicht für empfindliche, trockene oder gereizte Kopfhaut geeignet.


Passende Trägeröle

  • Jojobaöl: Für regelmäßige Anwendungen geeignet.

  • Rizinusöl (punktuell: Sehr reichhaltig, ideal für gezielte Anwendungen am Ansatz, nicht für die flächige Pflege.


5. Empfindliche oder sensible Kopfhaut

Typisch:Die Kopfhaut reagiert schnell, fühlt sich gespannt, trocken oder unangenehm an. Hier gilt: so sanft wie möglich.


Geeignete ätherische Öle

  • Roman Chamomile: Sehr mild und gut verträglich, besonders bei schnell reagierender Kopfhaut.

  • Lavender: Ausgleichend und beruhigend, gut für regelmäßige Anwendungen geeignet.

  • Helichrysum: Wird traditionell zur Pflege empfindlicher Haut eingesetzt und eignet sich für gezielte Anwendungen bei sensibler Kopfhaut.


Passende Trägeröle

  • Jojobaöl: Hautähnlich und sehr gut verträglich.

  • Arganöl: Pflegend und beruhigend.



Anwendungshinweise:


So integrierst du Öle sinnvoll in deine Haarpflege

Ätherische Öle und Trägeröle lassen sich ganz unkompliziert in die bestehende Haarpflegeroutine einbauen. Wichtig ist dabei nicht die Menge, sondern die passende Auswahl und eine regelmäßige, achtsame Anwendung.


Grundsätzlich gilt:

  • Ätherische Öle sollten verdünnt angewandt werden

  • Weniger ist mehr, besonders bei empfindlicher Kopfhaut

  • Trägeröle je nach Haartyp auswählen (leicht vs. reichhaltig)


Mögliche Anwendungen im Alltag

  • Kopfhautöl: Einige Tropfen Trägeröl mit 1–3 Tropfen ätherischem Öl mischen, sanft in die Kopfhaut einmassieren, vor dem Waschen einwirken lassen.

  • Haaröl für Längen & Spitzen: 1–2 Tropfen Argan- oder Jojobaöl in den Handflächen verreiben und sparsam in die Spitzen geben.

  • Shampoo- oder Conditioner-Zusatz: 1 Tropfen ätherisches Öl in eine Portion Shampoo oder Conditioner geben (nicht die ganze Flasche).

  • Kopfhautpflege nach dem Waschen: Sehr leicht verdünntes Öl gezielt am Ansatz anwenden, besonders bei trockener oder sensibler Kopfhaut.


Pflege, die zu deinem Haar passt

Nicht jedes Haar braucht dieselbe Pflege – und genau hier liegt der große Vorteil von ätherischen Ölen und Trägerölen. Sie lassen sich individuell auswählen, kombinieren und anpassen. Ob fettige Kopfhaut, trockene Spitzen, feines Haar oder der Wunsch nach mehr Fülle: Mit der richtigen Auswahl können Öle die Haarpflege sinnvoll ergänzen und unterstützen.


Es geht nicht darum, möglichst viele Produkte zu verwenden, sondern die passenden. Dein Haar zeigt dir sehr schnell, was ihm guttut.


Hinweis

Die beschriebenen Anwendungen richten sich an gesunde Erwachsene und dienen der kosmetischen und pflegenden Unterstützung. Sie ersetzen keine medizinische oder dermatologische Behandlung.


Hol dir hier die 2 seitige Übersicht


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